Die Huber-Gebrüder wollen es mit der „Karma“-Route aufnehmen. 2011 wagen sie noch ein letztes großes Abenteuer in den heimatlichen Gefilden. Mit der Dokumentation wirft das ZDF erstmals einen 3D-Blick in die intensiven Vorbereitungen sowie ins Seelenleben der Huber-Seilschaft.

 

Nach monatelangem Training und intensiver Vorbereitung wird das Rüstzeug behutsam ausgewählt und auf seine Eignung überprüft. Es geht erneut hoch hinaus für „zwei, die keine Grenzen kennen“ und sich den schwierigsten Herausforderungen stellen. Thomas und der um zwei Jahre jüngere Alexander Huber bereiten sich auf ihre letzte große Herausforderung vor – zur Karma-Route an der Loferer Alm in Berchtesgaden. Begleitet werden die Huberbuam von einem ZDF-Filmteam, das erstmals mit 3D-Kameras ausgestattet wurde.

 

Doku über letztes großes Heimspiel

Regisseur Jens Monath zeigt in seiner rund 45 minutenlangen Doku „Die Huberbuam 3D“ aus dem Jahr 2011 das letzte große Heimspiel der Gebrüder und „Extremkletterer, die zu den besten auf der Welt gehören“. Es ist ein aufklärendes Porträt über die Huber-Seilschaft. Ein dokumentarisches Werk über die Suche nach dem perfekten Lebens- und Berufsglück – zwischen Himmel und Erde – aber auch um persönliche Schicksalsschläge und über erkenntnisbringende Neuorientierung.

Höhepunkt der dokumentarischen Reise ist die Rotpunkt-Begehung der Karma, eine der schwierigsten Routen in den Alpen. Die Huber haben sich vorgenommen, diese sturzfrei zu besteigen auch wenn sie altersmäßig jenseits der 40 stehen. Bei einem Fall gilt die Route sonst als nicht geschafft. Monath zeigt vor der prachtvollen Alpenkulisse auch den intensiven Einblick in das Seelenleben der Gebrüder, die die Karma als „gemeinsames großes Projekt“ angehen wollen.

 

Ein seit Kindheit antrainierter Erfolg

Die Leidenschaft für das Klettern wird den Hubers von ihrem Vater anerzogen. Mit zehn Jahren besteigen sie ihre ersten Viertausender unter väterlicher Aufsicht. Ihr Talent hat sich bis heute bewährt, die Begeisterung sich bis zuletzt gehalten. Die Formel ihres Erfolgs sehen die Hubers im Umgang mit der eigenen Stärke und die des jeweils anderen. Für Thomas Huber ist es Alexanders Ruhe, die ansteckend sein kann. Für Alexander dagegen ist es die Perspektive, mit welcher Energie und Begeisterung Thomas an die Dinge herangeht.

 

Von der Musik bis zum Gipfelsturm

Es zeigt sich, dass die Huberbuam zu den Wegbereitern einer neuen Generation von Kletterern gehören. Ihren Ausgleich finden die beiden Brüder in der Musik. Alexander, mit seinem „richtigen Fingerspitzen-Gefühl“ am Berg, ist ein begeisterter Klavierspieler im Tal während Thomas als Frontman der Rockband Plastic Surgery Disaster seine Erfüllung findet. Eine Art „Kontrast-Programm“ zum stillen Refugium der Bergwelt. Das Interesse zur Musik vereint die Brüder auch in dieser künstlerischen Sphäre.

Letztendlich ist es doch ihr Job, der ihnen den wahren Lebenstraum ermöglicht. Für Thomas Huber geht es einzig darum, „an die Grenzen des Machbaren zu gehen“. „Sich selbst, seine Ängste und Kräfte, zu überwinden“, darin liegt für Alexander Huber die Kraft den Fels zu bezwingen – mit ganzem Herzen und vollem Willen. Eine eigene Wahrheit, die erst wirklich draußen auf dem Gipfel bewusst wird. Die Huber-Brüder haben darin nicht nur ein persönliches Ziel erkannt, sondern, auf ihre Weise, auch existenzielle Erkenntnis gewonnen.

 

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