Bundeskanzlerin Merkel hat mit 1. Juni den Gotthard-Basistunnel in den Schweizer Alpen feierlich eröffnet. Die gestrige Einweihung erinnert an Hohlbeins Roman „Das Druidentor“, der vor mehr als 20 Jahren ein ähnliches Szenario beschreibt – bis heute seine Leser in den Bann zieht.

 

Mehr als zwei Millionen Mal ist Wolfgang Hohlbeins Bestseller „Das Druidentor“ bisher verkauft worden. Die fantastische Geschichte wurde erstmals 1993 veröffentlicht und greift das Thema Zeitdilatation auf. Ein fiktiver Roman mit Thriller- und Fantasy-Elementen, der ein großes Mysterium inmitten der Schweizer Alpen enthüllt. Hohlbein greift mit dem Buch aber auch viele Science Fiction-Begriffe auf, die er in seinem fast 600 Seiten langen Wälzer spannend enthüllt. So versteht es der Autor mit seiner zurückhaltenden Art, die Spannungskurve für den Leser langsam aber kontinuierlich  zu steigern.

 

Ein Zug verschwindet

© Piper Verlag

Mit der Zunahme des Transitverkehrs in den Schweizer Bergen baut die Eidgenossenschaft einen Eisenbahn-Tunnel durch die Tessiner Alpen. Doch im Vergleich zur Fertigstellung des Gotthard-Basistunnel geschehen in Hohlbeins Roman während der Bauphase immer wieder mysteriöse Dinge. Die natürlichen und physikalischen Gesetze verlieren unter dieser Gebirgsstelle ihre Bedeutung. Als dann noch ein ganzer ICE-Zug im unheimlichen Durchgang verschwindet, stellt der Vermessungs-Ingenieur Frank Warstein, auf eigene Faust, Untersuchungen an. Gemeinsam mit ein paar Kollegen entdeckt der Techniker was es wirklich mit dem geheimnisvollen Berg auf sich hat.

 

Ein Licht am Ende des Tunnels

Seit mehr als zwei Jahrzehnten begeistert Hohlbeins „Druidentor“ noch immer viele Leser. Die Faszination des Romans ist der unstillbare Hunger nach dem Fantastischen. Besonders eindrucksvoll ist Hohlbeins Aufbau und Sinn für Spannung sowie Parallelhandlung. Gerade diese werden dem auflagenstärksten Autor Deutschlands auch zur Last gelegt: So verliert er sich oft in unwesentlichen Details, die ihrerseits für Längen sorgen. Auch die Charaktere, die Hohlbein ausgiebig einführt, bleiben am Ende blass und „unterentwickelt“. Alles in allem ein interessantes Fantasy-Werk, das ebenso mit seinen Längen nicht geizt.

Der Sci-Fi-Roman zählt im Vergleich zu Hohlbeins anderen Werken eher zu den mittellangen Büchern. So bewegt sich der Autor immer wieder im Seitenrahmen, ob für Kinderbücher mit 35 Seiten oder für Wälzer mit bis zu 800 Blättern. Seit gut einem Jahrzehnt gibt es, laut Aussage des Verfassers, Bestrebungen für eine Verfilmung. Die für TV-Events und -Mehrteiler bekannte deutsche Produktionsfirma Rat Pack soll sich bereits die Filmrechte für eine serielle Umsetzung gesichert haben. Ein angepeilter Drehtermin für 2008/2009 wurde auf unbestimmte Zeit verlegt – somit bleibt es „mysteriös“, ob oder wann eine Verfilmung zustande kommt.

 

Weiterführende Links

  • YouTube – „Ohne Gefühle läuft gar nichts!“ Wolfgang Hohlbein zum DRUIDENTOR

  • Wikipedia – Zeitdilatation

  • Wikipedia – Intercity-Express (ICE)

  • hohlbein.net – Wolfgang Hohlbein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s