Guillermo Del Toro hat zuletzt mit „Crimson Peak“ und „Pacific Rim“ für großes Kinoerlebnis gesorgt. Doch „Berge des Wahnsinns“ bleibt weiterhin sein unerfüllter Wunschfilm. US-Filmriese Universal steht offen für eine Umsetzung des Lovecraft-Klassikers, hat aber Bedingungen an Del Toro.

 

In der Filmbranche hält sich seit Jahren hartnäckig das Gerücht um eine monumentale Verfilmung des H.P. Lovecraft-Klassikers At the Mountains of Madness, zu DeutschBerge des Wahnsinns. Initiator dieser Projektidee ist der mexikanische Regisseur Guillermo Del Toro, der schon in seinen Werken wie „Hellboy“ oder „Pacific Rim“ leichte Einflüsse der Lovecraft-Mythologie um Cthulhu übernommen hat. Mit „Berge des Wahnsinns“ möchte Del Toro nun zum eigentlichen Lovecraft-Mythos zurückgehen. Doch die Realisierung birgt nicht nur finanzielle, sondern auch konzeptionelle Hürden.

 

Details und unterschiedliche Ansichten

In eines seiner letzten Interviews erklärt Del Toro die aktuellen Gründe, warum sich das Projekt bisher nicht umsetzen lässt. So bestätigt dieser erneut, dass „Berge des Wahnsinns“ sein absolutes Lieblingsprojekt sei. Auch das US-Filmstudio Universal habe dem Projekt seine Unterstützung zugesagt. Die Hürden an denen er und die Filmschmiede  noch arbeiten, verrennen sich in Details und unterschiedlichen Vorstellungen: Zum einen geht es um das veranschlagte Budget von 150 Millionen Dollar, die Del Toro braucht, um den Film in all seiner Pracht „angemessen“ umzusetzen.

 

Cruise soll Expedition in den Wahnsinn führen

Im Gegenzug fordert das Studio dafür eine starbesetzte Hauptrolle auf die Del Toro und Universal sich einigen müssen. Zuletzt wurde immer wieder Tom Cruise mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Laut Online-Berichten könnte an Cruise die Rolle des Expeditionsleiters William Dyer fallen, der auf einer Forschungsreise zum Südpol im titelgebenden Hochland landet. Da sich das Projekt noch in einer sehr frühen Phase befindet, steht alles ziemlich offen, ob nicht ein anderer Kandidat das Rennen macht.

 

Realisierung nach „Pacific Rim 2“ wahrscheinlich

Weiteres muss Del Toro die Horror-Elemente in dem Film so weit herunterschrauben, damit eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren möglich wird. Die größte Herausforderung bleibt, laut Del Toro, dennoch das Budget. Unter Rücksicht auf das kalkulierte Einspielergebnis und der Verantwortung, dass Universal alleine für die Finanzierung zuständig ist, erwägt der Filmriese eine Kollaboration mit Legendary Pictures („Pacific Rim“). Sollte es zwischen Universal und Legendary zu einer finanziellen Kollaboration kommen, erhöht diese die Chancen auf einen zügigen Projektbeginn.

Doch auch Legendary stellt Del Toro eine Bedingungen: Nämlich das Sequel zu „Pacific Rim“ von 2013 anzugehen. Zuletzt hat dieser für seinen jüngsten Horror-Streifen „Crimson Peak“ die Werbetrommel gerührt. Del Toro nimmt sich für seinen gotischen Gruselfilm diesmal keine Anleihen von Lovecraft, sondern von dessen US-Kollegen Edgar Allan Poe. In dieser Grusel- und Gruftecke will der begeistere Comic-Zeichner und -Verleger weiterhin noch weilen. Für den vorgesehenen Kinostart von „Pacific Rim 2“, der 2017 in den Kinos folgen soll, hält sich der beleibte Filmemacher aktuell noch alle Optionen offen.

 

Ridley Scott bediente sich bei Lovecraft

Del Toros schleppende Umsetzung hat auch einen anderen Grund. Bereits 2012 hat Ridley Scott mit „Prometheus – Dunkle Zeichen“ einen Film gezeigt, dessen Grundidee beinah ident mit dem des Lovecraft-Klassikers ist. Scotts „Alien“-Vorgeschichte erzählt in ähnlicher Weise vom Anfang und Ende der Menschheit. In „Berge des Wahnsinns“ geht es um eine Südpol-Expedition bei der die Mitglieder der Unternehmung auf ein schreckliches Geheimnis stoßen und in Wahnsinn verfallen. Die erstmals 1936 veröffentlichte Geschichte bildet einen essenziellen Teil und Abschluss von Lovecrafts Cthulhu-Mythos.

 

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