Jorg Verhoeven besteigt die bekannteste Bigwall-Route der Welt im Oktober 2014. Regisseur Jon Glassberg begleitet den Extrem-Kletterer bei seiner dritten Begehung auf den El Cap. Die Produktion ist heute Abend auch im Wiener Gartenbaukino zu sehen – in Anwesenheit von Verhoeven.

 

Mit der Produktion „Climbing the Nose“ präsentiert das Filmfest St. Anton heute Abend in Wien die steilste Kletterunternehmung. Der rund 25-minütige Dokufilm von Jon Glassberg zeigt Jorg Verhoeven, laut Filmfest St. Anton, einen „der stärksten Kletterer der Welt“, bei der Bezwingung von The Nose. Die Kletterroute am El Cap im kalifornischen Yosemite-Nationalpark zählt zu den bekanntesten Bigwall-Routen der Welt. Verhoeven, der die Nose bereits mehrmals bezwungen hat, beschäftigt dabei eine eizige Frage.

 

Eine Route mit historischer Bedeutung

Die „markanteste aller markanten Routen“ weist in den letzten 20 Jahren nur drei oder vier freie Begehungen auf. Verhoeven will dieser Sache auf den Grund gehen, indem er sich im Oktober 2014 dazu entschließt, The Nose noch ein weiteres Mal hochzuklettern – die Erkenntnis zu gewinnen, warum die Route am El Cap weniger gut frei zu begehen ist.

Für Lynn Hill, die als erste Kletterin das „Riechorgan“ erklommen hat, ist die Nose eine „historische Route“ und eine Strecke, welche nur von wenigen Climbern frei zu erklettern ist.

 

Rekorde, die überboten werden

Lynn kennt die Strecke, seit sie 1993 den Rekord aufstellt, als erste Person die Nose frei durchgeklettert zu haben. Ein Jahr darauf stellt sie ihren eigenen Rekord in den Schatten als Hill dieselbe Route innerhalb eines Tages frei begeht. Laut „Wikipedia“ wurde die Strecke von Hill mit 5.13b bewertet. Diese Schätzung wurde später auf mindestens 5.14a angehoben, nachdem Hill zehn Jahre lang die einzige Kletterin war, welche den Fels erringen konnte. Durch diese Neubewertung wird eine Freibegehung als „beeindruckende Errungenschaft“ gewertet.

Regisseur Jon Glassberg richtet in seiner Doku auch auf Tommy Caldwell die Kamera, der am 14. Oktober 2005 die Nose frei durchklettert. Zwölf Jahre nach Hills Erstbesteigung gelingt es Caldwell ihrem Rekord gleichzukommen. Zwei Tage danach stellt er sogar die Bestleistung der Erstbesteigerin ein, indem er die Route in weniger als 12 Stunden frei durchklettert. Sein bekanntester Spruch, „I don’t know what’s wrong with me, but I love this shit.“, ist Caldwells Leitsatz für seine Climbing-Leidenschaft und -Lebensweise.

 

Dritter Aufstieg in „Climbing the Nose“

Neben Hill und Caldwell versucht 2014 Verhoeven, die nach Hills freier Begehung benannte Free Nose, erneut zu besteigen. Glassberg zeigt mit „Climbing the Nose“ einen Blick in die Klettervorbereitungen sowie Verhoevens Rückkehr zum El Cap. Für die Wien-Aufführung beim Filmfest St. Anton wird der gebürtige Niederländer und Wahl-Innsbrucker heute Abend auch persönlich anwesend sein. Wer sich noch Karten für die Wien-Aufführung sichern möchte, findet nähere Infos dazu in den Links.

 

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