Als George Lucas „Das Imperium schlägt zurück“ in die Kinos bringt, führt er gleich in den ersten Minuten des Films das Tauntaun ein. Echsenbewohner auf einem Eisplaneten, die selbst Teil der „Star Wars“-Popkultur geworden sind – besonders geeignet zum „schlafen“.

 

Sie sind groß, geben knurrende und gurgelnde Geräusche von sich und sie stinken! Trotzdem haben die Tauntauns, die Herzen vieler „Star Wars“-Fans erobert. Ihr sanft anmutendes Wesen und ihre unglaubliche Sprungkraft, selbst im tiefsten Schnee, machen die „beharrten“ Echsen zu einem treuen und unverzichtbaren Begleiter in den Eiswüsten des entfernt gelegenen Planeten Hoth. Der gesamte Erdball ist eine einzige Eiskugel und wahrscheinlich eine der unwirtlichsten Regionen in der gesamten „Star Wars“-Galaxis.

 

Ein ideales „Fortbewegungs-Mittel“

Doch für die Rebellen und Widerständler gegen das dunkle Imperium ist Hoth das perfekte Versteck, wo sich der angehende Jedi Luke Skywalker und sein schlitzohriger Mitstreiter Han Solo verschanzt haben. Das einzige richtige „Fortbewegungs-Mittel“ auf Hoth ist das Tauntaun doch für Han und Luke erfüllt es darüber hinaus noch viele andere lebenswichtige Funktionen. Seinen Einstand bekommt das Tauntaun in „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“. Der Mittelteil der Original-Trilogie, 1977 bis 1983, beginnt auf den Eisplaneten Hoth.

 

Das Tauntaun und seine Charakteristika

Auffällig, gleich in den ersten Szenen des Films, sind die Reittiere mit denen Luke und Han über die Weiten der eisigen und alpinen Landschaft rasen. Als Zuschauer bekommt man sofort einen Eindruck, dass der Ritt auf einem Tauntaun tatsächlich ein einmaliges Erlebnis sein muss. So ein Tier zu reiten kann auch seine Nachteile haben. Neben ihrem furchtbaren Geruch, da die Reptilien-Haut des Tauntaun unter dem Pelz die ganze Fette und Schlacke absondert, sind sie zudem eine leichte Beute für die fleischfressenden Wampas.

Eigentlich das einzige Raubtier vor denen sich die Tauntauns und auch die dort auf Hoth stationierten Rebellen hüten müssen. Trotz seiner beachtlichen Größe von bis zu zwei Metern kann das Tauntaun, das in drei Unterarten getrennt wird, ein leichtes Beuteopfer werden. Ob nun das Riesen-Tauntaun, das Gletscher-Tauntaun oder dasKletter-Tauntaun, sie alle eint die pelzige Beharrung, die meist grau-weiß bleibt, sowie zwei nach vorn gewundene Hörner. Markant sind bei allen Tieren auch die knurrend-gurgelnden Laute.

 

Baby-Stimmen in der Eiswüste

Tatsächlich erinnern diese Geräusche an erste „Sprechversuche“ von Babies. In der eisigen Tundra ernährt sich das Tauntaun von Flechten aber auch von Moosen und Pilzen. Ebenso von Eiswürmern, die auf Hoth eine besondere Delikatesse für das Tauntaun darstellen. Auffällig beim Tauntaun ist auch das Sozialwesen der Tiere: Die in Herden lebenden „Schnee-Echsen“ werden gewöhnlich von einem weiblichen Leittier geführt, das als Alpha-Weibchen für ihre Gruppe sorgt.

 

Keine geeignete Nahrungsquelle

In „Das Imperium schlägt zurück“ wird Lukes Tauntaun schnell zu einer Beute eines auflauernden Wampas. Der Geruch und die Laute des Tauntauns müssen das fleischfressende Ungeheuer auf die Fährte gelockt haben. Für Menschen scheint das Fleisch des Tauntaun ungenießbar zu sein. Laut „Jedipedia“ soll es seitens der Rebellen Versuche gegeben haben, das Tauntaun-Fleisch als Nahrungsquelle zu nutzen. Aufgrund seiner Zähigkeit und seinem Schwefelgehalt ist die Schnee-Echse für Menschen ungenießbar.

Hinzu kommt noch der charakteristische Geruch des Tauntauns, das viele vor einem Verzehr abschreckt. Ob für Wampas das Fleisch dennoch verzehrbar ist, bleibt in „Imperium“ offen. Luke und sein Tauntaun werden von dem Wampa attackiert wobei das Schneeungeheuer, das Reittier mit einem gezielten Handgriff tötet und Luke später in seine Höhle verschleppt. Während Han sich mit seinem Tauntaun in der Abenddämmerung auf die Suche nach Luke begibt, gelingt es diesem in der Zwischenzeit aus der Wampa-Höhle zu entkommen.

 

Fast ein perfekter Schlafsack

Als Han ihn findet, ist Luke in einer Art Delirium verfallen und halb erfroren. Die Unter Null-Grade, Minus 32 Grad Celsius bei Tag sowie Minus 60 Grad Celsius in der Nacht, sind für Mensch und Tier tödlich. Hans Tauntaun erleidet als Erstes dieses Schicksal. Notgedrungen greift Han zu Lukes Lichtschwert, das erste und letzte Mal in den „Star Wars“-Filmen, und weidet sein totes Tauntaun aus. Dann steckt er Luke zwischen die Innereien des Tieres dessen Körperfell und -temperatur Luke vor dem Erfrieren bewahren soll.

So funktioniert Han sein ehemaliges Reittier in einen „biologischen“ Schlafsack um bis er das Notlager aufschlägt. Dabei stellt sich die Frage, ob man ein verstorbenes Tauntaun tatsächlich zu einem pelzigen Schlafsack umfunktionieren kann. Auf dem Blog „io9.com“ versucht man dieses Rätsel möglichst wissenschaftlich zu beantworten. Das Ergebnis fällt negativ aus, dass ein Überleben in einem Tauntaun kaum möglich sei: Laut Newtons „Abkühlungsgesetz“ kühlen Gegenstände immer proportional zur Abkühlungsgeschwindigkeit ab.

 

Am Ende hilft doch nur die „Macht“

Diese verringert sich mit der Zeit je länger der Abkühlungsprozess fortschreitet. Im Falle des Tauntaun würde die stetig abfallende Körpertemperatur, Luke irgendwann im Laufe der Nacht zum Gefriertod führen. Den Umständen entsprechend, hätte Luke eine knappe Stunde Zeit bevor Han ihn reanimieren muss. Um aber beim Film zu bleiben, darf man nicht vergessen, dass Luke ein „machtbegabter“ Jedi ist und somit, laut Schöpfer George Lucas, „alles“ Erdenkliche überstehen kann.

 

Weiterführende Links

  • Jedipedia – Tauntaun
  • Wookiepedia – Tauntaun
  • io9.com – Luke Skywalker Should Have Died In The Tauntaun’s Belly
  • IMDb – Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück

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