In der Natur des Menschen war der Berg immer ein Quell voller Gefahren aber auch guter Geschichten. Autor Michael Stegmayr erklärt, warum er das Buch den Verunglückten am Berg und ihren Hinterbliebenen widmet – und warum dieses Andenken in seinem Vorwort eine besondere Rolle spielt.

 

© Michael Stegmayr
© Michael Stegmayr

Wer sich auf den ersten Seiten zu Michael Stegmayrs Roman „Auf der Alm da gibt’s a Sünd“ das Vorwort durchliest, wird auf einen Link-Verweis aufmerksam. Die Internet-Seite führt zu einem Online-Artikel der „Süddeutschen Zeitung“. Verfasser des Artikels ist Malte Herwig, welcher in der Magazin-Ausgabe 40/2012 auf die Schattenseiten des Winter- und Bergsport-Tourismus eingeht. Stegmayr schildert in seinem Vorwort, dass jährlich tausende Menschen in den Alpen verunglücken – hunderte davon tödlich.

 

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Der Berg als Gefahren- und Geschichtenquelle

© Michael Stegmayr
© Michael Stegmayr

„Alles nur Unfälle?“, schreibt der Autor. Herwigs Artikel „Eisiges Schweigen“ liefert einen Erklärungsversuch wieso es in den Bergen zu diesen Unglücken kommt, warum viele davon tödlich enden – manche davon nie geklärt werden. Im Gespräch mit CINEALPINE erzählt Autor Michael Stegmayr, dass er auf Herwigs Artikel im Laufe der Recherchen aufmerksam wurde. „Die Idee ist durch die vielen Wanderungen in den Bergen entstanden, die gefährlichen Stellen, die man sieht, die Marterl am Wegesrand.“, so Stegmayr.

Die große Initialzündung zum Roman erfolgt erst „beim Abstieg von der Pyramidenspitze am Zahmen Kaiser, wo ich mit einer Gruppe unterwegs war und wir viel Spaß und die ganze Zeit geblödelt hatten.“, erzählt der Autor. In der Tiroler Bergwelt habe dann der Funke übergesetzt, als der Bergverführer und seine Wandergruppe an einen riesigen Ameisenhaufen vorbei kommen und daneben einen Trachtenhut finden. Mit viel Fantasie kann man sich seine eigene Geschichte oder gar Bilder dazu dichten.

 

Mord- oder Totschlagfälle, die inspirieren

Weil aber bei der Wanderung durchgehend gescherzt wurde, lässt Stegmayr das Szenario nicht unkommentiert: „Hier habe ich den letzten entsorgt, der so frech war, wie ihr.“ Auch hier kann man die Frage stehen lassen: Alles nur Unfälle? Für Stegmayr wäre es schlimm, wenn alle ungeklärten Tode in den Alpen „wahrscheinlich alle Mord- oder Totschlagfälle“ wären. Trotzdem meint der Autor „wird der eine oder andere Fall dabei sein“ bei dem eine Nachforschung Sinn machen würde.

Die Alpen selbst sieht Stegmayr „als eine der sichersten Gebiete Mitteleuropas“. Bei seinen Recherchen zu „Auf der Alm da gibt’s a Sünd“ macht der Verfasser Bekanntschaft mit einen Berg- und Wanderführer, der im Hauptberuf bei der Kripo beschäftigt ist. Der wird „zu genau solchen Fällen gerufen“ und „hat mir noch ein paar sehr kuriose Geschichten erzählt, die ich aber nicht in meinem Krimi verarbeitet habe.“, so Stegmayr. Trotzdem müssen die kriminellen Stories Stegmayr genügend Material geliefert haben, um sich inspirieren zu lassen.

 

Ein Roman – gewidmet den Verunglückten

Im Buch geht Stegmayr auf kein konkretes Ereignis ein aber ein etwas persönlicher Bezug findet sich dennoch beim Autor. „Der Onkel einer Freundin ist am Wallberg tödlich verunglückt. Interessant ist, dass der oben angemerkte Kripobeamte den Leichnam gefunden hat.“, so der Schriftsteller. Auch hier verzichtet Stegmayr auf eine klare Andeutung und hält sich im Roman bewusst an fiktive Personen.

Bestimmte Ereignisse dagegen sollen sich aber tatsächlich so abgespielt haben wie die Kneipentour. Stegmayr erklärt, dass es schwierig ist, „Tatsachen objektiv zu beschrieben, den Opfern, den Angehörigen aber auch den Tätern gerecht zu werden.“. Daher hält sich das Buch bewusst mit seiner „kriminalistischen“ Natur an fiktive Personen zurück. Herwigs Artikel soll die Leser darauf aufmerksam machen – sie aber auch darauf hindeuten, dass das Buch „den Opfern und Hinterbliebenen dieser ungeklärten Todesfälle gewidmet“ ist.

 

Weiterführende Links

  • SZ-Magazin.de – Eisiges Schweigen (aus Heft 40/2012 – Gesellschaft/Leben)

  • Website – Auf der Alm da gibt’s a Sünd

  • Facebook – Auf der Alm da gibt’s a Sünd

  • Amazon – Auf der Alm da gibt’s a Sünd – Bayrische Ausgabe: Ein Alpenkrimi

  • Amazon – Auf der Alm da gibt’s a Sünd: Ein Alpenkrimi

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